Technologie-Kompass

Das passende 3D-Druckverfahren wählen – nach Bauteilnutzen statt Verfahrensname

Vergleichen Sie additive Prozessfamilien anhand von Werkstofffreigaben, Prozesskette, reproduzierbaren Eigenschaften und Gutteilkosten – für eine belastbare technische Vorauswahl.

Technologie-Prüffeld

Vier grundlegende Lösungsräume

Materialextrusion baut Bauteile aus aufgeschmolzenem Material auf. Harzverfahren arbeiten photopolymerbasiert. Pulverbettverfahren nutzen Polymer- oder Metallpulver. Weitere Verfahren adressieren besondere Werkstoffe und Bauteilgrößen.

  • FDM/FFF für flexible, werkstattnahe Anwendungen
  • SLA/DLP für Detail und Oberfläche
  • SLS/MJF für stützstrukturfreie Polymerbauteile
  • Metall-Pulverbett für komplexe Metallkomponenten
Geprüfte additive Kleinserie in geordneten Produktions- und Prüftrays
Praxisperspektive: Bauteil, Prozess und Qualität gemeinsam betrachten.
Prozessrealität

Verfahrenseignung zeigt sich am reproduzierbaren Gutteil

Nicht die nominelle Auflösung allein, sondern Prozessstabilität, Nacharbeit und Prüfaufwand bestimmen die industrielle Eignung.

  • Reproduzierbarkeit
  • Nachbearbeitung
  • Freigabe
Technologie-Prüffeld

Vergleich am realen Bauteil

Nominelle Auflösung, Geschwindigkeit oder Bauraum reichen für die Auswahl nicht aus. Ein Benchmark muss Orientierung, Nachbearbeitung, Prüfaufwand und Ausschuss einbeziehen.

Technologie-Prüffeld

Ausschlusskriterien vor dem Scoring

Werkstofffreigabe, nutzbarer Bauraum, Sicherheitsanforderungen und notwendige Nachweise werden zuerst geprüft. Erst wenn mehrere Verfahren diese Muss-Kriterien erfüllen, sollten Durchsatz, Flexibilität, Bedienaufwand und Gutteilkosten gewichtet werden.

Häufige Fragen

Antworten zur Einordnung

Welches Verfahren ist am präzisesten?
Eine allgemeine Rangfolge wäre zu grob. Geometrie, Material, Orientierung, Nachbearbeitung und Messmethode bestimmen die erreichbare Bauteilqualität.
Chargenbezogene Maßprüfung einer additiv gefertigten Kleinserie in geordneten Prüflosen
Losbezogene Maßprüfung technischer Serienbauteile.
Serienfähigkeit

Reproduzierbarkeit wird am Los und nicht am Einzelteil sichtbar

Stabile Baujobs, nachvollziehbare Chargen und definierte Messabläufe zeigen, ob ein Verfahren über den Prototyp hinaus trägt.

  • Chargenführung
  • Prüfplan
  • Freigegebene Gutteile
Nächster Schritt

Die Technologie am eigenen Bauteil einordnen

Ordnen Sie Anwendung, Material, Menge, Bauteilgröße, Anforderungen, Budget und Zeitrahmen in wenigen Minuten ein.

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