Vom Anforderungsprofil zum Werkstoff
Einsatztemperatur, Lastdauer, Medienkontakt, Maßhaltigkeit, Oberfläche und Dokumentation sind belastbarere Ausgangspunkte als ein bekannter Werkstoffname.
Aus diesen Muss-Kriterien entsteht zunächst eine Werkstoffklasse. Kandidaten werden anschließend ausgeschlossen, wenn ein verfügbares Material-System-Paar die geforderte Dauerlast, Umgebung oder Nachweiskette nicht abbilden kann.
Materialeigenschaften sind immer prozessabhängig zu bewerten
Kennwerte werden erst durch Druckrichtung, Parameter, Konditionierung und Prüfung zu einer belastbaren Bauteilaussage.
- Anisotropie
- Konditionierung
- Bauteilprüfung
Freigegebene Kombinationen prüfen
Eine Maschine kann nicht automatisch jeden Werkstoff ihrer Technologieklasse reproduzierbar verarbeiten. Materialgrad, System und Parameter sollten als nachvollziehbare Kombination gepflegt werden.
Freigabe am realen Bauteil
Kritische Eigenschaften werden an repräsentativer Geometrie, dokumentierter Orientierung und definiertem Zustand geprüft. Wo Daten oder Nachweise fehlen, bleibt die Eignung offen, statt aus einem Rohmaterial-Datenblatt abgeleitet zu werden.